Die Neuweltkameliden haben sich vor mehr als 40 Millionen Jahren im Gebiet des mittleren Westens der heutigen USA entwickelt. Sie waren damals nur gerade 30 cm gross. Sie gehören als Säugetiere in die Ordnung der Huftiere und da wiederum zu den Schwielensohlern. Altweltkamele (Trampeltiere einhöckrig, Domedare zweihöckrig) sind über die damalige Beringstrasse nach Asien gelangt und haben sich dort zu denselben entwickelt. Seither wurden sie in verschiedene Länder exportiert.

Ein anderer Teil der Urkameliden ist über Mittelamerika nach Südamerika gewandert und haben sich dort zu Neuweltkameliden entwickelt. In Peru und Chile begann man mit der Domestikation der Urformen Vicuña und Guanako schon vor mehr als 6000 Jahren. Durch die Zucht entstand eine der ältesten Haustierrassen, das Lama und das Alpaka. Heute leben die Urformen des Alpaka noch geschützt in den Anden. Das Lama wurde vorwiegend als Lastentier verwendet, um wertvolle Nahrungsmittel oder Güter wie Erz zu transportieren. Das Alpaka hingegen lebt in riesigen Herden, welche einmal im Jahr in Pferchen eingefangen und geschoren wurden. Dies ist auch heute noch so und die Indios verdienen sich mit dem Alpaka ihren Lebensunterhalt. Gemeinsam mit den Lamas gehört das Alpaka zur Familie der Neuweltkameliden. Beim Alpaka unterscheiden wir zwischen den beiden Arten Suri Alpaka und Huacaya Alpaka. Der Anteil des Suri Alpaka beträgt nur ungefähr 10 % der gesamten Population. Das Lama wurde vorwiegend für den Transport von Gütern wie Erz oder Lebensmitteln eingesetzt. Das Alpaka wurde und wird auch heute noch für seine feine Wolle gezüchtet.
 

Das Alpaka ausserhalb von Südamerika

Bereits vor 1900 fand man Kameliden in Zoos und Tierparks. Zwei grössere Herden Alpakas gelangten in den früheren dreissiger Jahren in die USA. Eine längere Importsperre aufgrund von Maul- und Klauenseuche erlaubte den Import von Alpakas erst wieder ab 1984. Es wurden weitere Herden nach Nordamerika gebracht. Heute findet man das Alpaka und Lama auch hier nicht nur mehr in Tierparks, Das Alpaka und das Lama wird als Zucht- und Hobbytier gehalten. Regelmässig kamen und kommen auch heute Importe von Südamerika nach Europa. Dadurch wird neues genetisches Zuchtmaterial in den relativ kleinen Genpool gebracht. Allerdings ist bei diesen Importtieren die Abstammung völlig unbekannt und es besteht die Gefahr von genetischen Mängeln. Nicht auch deshalb registrieren die meisten Züchter ihre Alpakas in einem Register, somit kann bei der Zucht des Alpaka auf mehrere Generationen zurückgegriffen werden.

Verkauf von Hobby- und Zuchttieren

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